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SEO und LLMs – Wohin die Reise geht

Was sich verändert – und was du als KMU jetzt konkret tun (und lassen) solltest


Künstliche Intelligenz und Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Claude, Perplexity oder Gemini verändern gerade massiv, wie Menschen nach Informationen suchen – und wie Suchmaschinen Ergebnisse ausspielen.

Für dich als KMU, Start-up oder Solo-Business in der DACH-Region ist das gleichzeitig Chance und Risiko:

  • Chance, weil gute, klare Inhalte sich stärker durchsetzen können – auch ohne riesiges Marketingteam.

  • Risiko, weil viele Unternehmen in blinden Aktionismus verfallen und unbewusst ihre eigene Sichtbarkeit verschlechtern.


In diesem Beitrag erfährst du:

  1. Was sich durch KI im Suchverhalten und in Suchmaschinen wirklich ändert

  2. Wie LLMs Websites „lesen“ und was sie daran mögen

  3. Konkrete Anwendungsbeispiele für den sinnvollen KI-Einsatz im SEO

  4. Typische Fallstricke und Fehler im Umgang mit KI-Content

  5. Wie eine realistische SEO-Strategie im KI-Zeitalter für dich aussehen kann


1. Was sich durch KI im Suchverhalten verändert


Früher war der Weg relativ klar:

  1. Jemand tippt 2–3 Keywords bei Google ein

  2. Google zeigt eine Liste mit Links

  3. Man klickt sich durch die Ergebnisse


Heute sieht das anders aus:

  • Menschen formulieren ganze Fragen, nicht nur Schlagworte

  • Sie nutzen neben Google auch ChatGPT & Co. als „Berater“

  • Suchmaschinen selbst zeigen immer mehr KI-generierte Antworten direkt auf der Suchergebnisseite


Typische Anfragen heute:

  • „Welche Agentur kennt sich mit Wix in der DACH-Region aus?“

  • „Wie mache ich meine bestehende Website SEO-fit, ohne alles neu zu bauen?“

  • „Was bringt SEO einem kleinen Handwerksbetrieb wirklich?“


Das bedeutet:

  • Informationen müssen verständlich und gut erklärbar sein

  • Seiten, die nur aus Keyword-Listen und austauschbaren Texten bestehen, verlieren an Relevanz

  • Kontext wird wichtiger als einzelne Keywords


2. Wie LLMs Websites „lesen“ – und was sie daran mögen


LLMs funktionieren anders als klassische Ranking-Algorithmen – aber sie brauchen ähnliche Basis-Signale.


Was LLMs mögen

  • Klare Positionierung

    • Wer bist du?

    • Was bietest du konkret an?

    • Für wen arbeitest du?


  • Fragen & Antworten

    • FAQ-Bereiche

    • Blogartikel, die echte Kundenfragen beantworten

    • klar strukturierte Inhalte mit H2/H3-Zwischenüberschriften


  • Konsistenz über alle Kanäle

    • Website, Branchenverzeichnisse, Social Profile, Marktplätze erzählen dieselbe Geschichte

    • keine widersprüchlichen Rollen („Full Service für alles“ hier, „spezialisierte Nische“ dort)


  • Strukturierte Daten

    • Damit sagst du Maschinen explizit: „Das hier ist meine Firma / mein Angebot / diese Fragen beantworte ich.“


Was LLMs verwirrt

  • Widersprüchliche Signale (z. B. alte Leistungen, die gar nicht mehr angeboten werden)

  • generische KI-Texte ohne klare Aussagen

  • unstrukturierte Seiten ohne erkennbare Hierarchie

  • Inhalte, die an der Zielgruppe vorbeigehen und keine konkrete Frage beantworten


3. Konkrete Anwendungsbeispiele: Wie du KI sinnvoll für SEO nutzen kannst

KI ist nicht dein Gegner – sie kann ein richtig hilfreiches Werkzeug sein. Hier ein paar praxisnahe Beispiele, wie du KI im Alltag nutzen kannst, ohne dir ins eigene SEO-Bein zu schiessen.


Beispiel 1: Themen- & Fragenrecherche


Ausgangslage: Du bist z. B. Webagentur, Berater:in, Kanzlei, Praxis oder Handwerksbetrieb. Du weisst, dass Content wichtig ist, aber dir fehlen Themenideen.


So kannst du KI nutzen:

  1. Sammle typische Fragen deiner Kund:innen aus:

    • E-Mails

    • Telefongesprächen

    • Offert-Anfragen

    • Beratungsterminen

  2. Füttere diese Fragen in ChatGPT & Co. und lass dir:

    • verwandte Fragen,

    • Synonyme,

    • Themencluster vorschlagen.


Dein Mehrwert:

  • Du bekommst eine Landkarte von Fragen, die deine Zielgruppe wirklich bewegt

  • Daraus lassen sich Blogartikel, FAQ-Bereiche und Leistungsunterseiten ableiten

Wichtig: Du lässt dich inspirieren, KI schreibt nicht blind alles vor.



Beispiel 2: Struktur & Gliederung von Inhalten


Viele tun sich schwer mit: „Wie baue ich einen guten Artikel auf?“


So kann KI helfen:

  • Gib kurz dein Thema und deine Zielgruppe an, z. B.:

    „Ich bin Dienstleister:in im B2B-Bereich. Bitte mach mir eine Gliederung für einen Artikel ‚Onepager oder mehrseitige Website?‘ für KMU in der DACH-Region.“

  • KI schlägt dir eine Gliederung vor

  • Du passt diese an deine Realität, Beispiele und deinen Ton an


Dein Mehrwert:

  • Du startest nicht auf der „weissen Seite“

  • Du behältst trotzdem die inhaltliche Kontrolle



Beispiel 3: Content überarbeiten – statt ihn komplett generieren zu lassen


Statt Texte komplett von KI schreiben zu lassen, kannst du:

  • bestehende Texte einfügen und darum bitten,

    • Fachbegriffe einfacher zu erklären

    • Beispiele zu ergänzen

    • Übergänge zu verbessern

    • Wiederholungen zu reduzieren

  • KI bitten, die Sprache anzupassen, z. B.:

    „Bitte in Du-Form, klar, konkret, nicht zu werblich.“


Dein Mehrwert:

  • Du bleibst inhaltlich Autor:in

  • KI hilft bei Verständlichkeit, Struktur & Stil

  • Das Risiko sinkt, dass deine Inhalte generisch oder unpassend klingen


Beispiel 4: Meta-Titel, Beschreibungen & Snippets


Ausgangslage: Du hast einen guten Blogartikel, aber haderst mit Titel und Description.


So kann KI helfen:

  • Text oder Zusammenfassung in KI einfügen

  • konkret bitten um:

    „Erstelle mir 5 Vorschläge für Meta-Titel (max. 60 Zeichen) und 5 Meta-Descriptions (max. 160 Zeichen) für diesen Artikel. Zielgruppe: KMU in der DACH-Region.“


Dein Mehrwert:

  • Du bekommst Varianten mit unterschiedlichen Winkeln

  • Du wählst, kombinierst oder verfeinerst

  • SEO bleibt von dir gesteuert, wird aber effizienter


4. Fallstricke: Wo KI deinem SEO eher schadet


Wo KI hilft, kann sie natürlich auch schaden. Viele Unternehmen tappen gerade in typische Fallen.


Fallstrick 1: Massenhaft KI-Texte ohne echten Mehrwert

„Wir lassen einfach alle Blogbeiträge von KI schreiben, dann haben wir schnell viel Content.“


Problem:

  • Die Texte klingen austauschbar

  • Es fehlen deine eigenen Erfahrungen, Beispiele, Geschichten

  • KI recycelt häufig Standardwissen, das es schon tausendfach gibt


Risiken:

  • Deine Website wirkt beliebig

  • LLMs sehen dich nicht als eigene Quelle, sondern als eine von vielen

  • Mittelfristig können Rankings und Sichtbarkeit leiden


Besser:

  • KI als Co-Autorin, du als Hauptautor:in

  • Eigene Cases, Namen, Situationen und Learnings einbauen, die KI nicht kennt



Fallstrick 2: Alte Positionierung nicht bereinigen


Klassische Situation:

  • Früher hast du vielleicht ganz andere Leistungen angeboten als heute, z. B. eher allgemeine Büro-/Assistenz- oder klassische Offline-Themen

  • Inzwischen bist du viel stärker spezialisiert – z. B. auf Webdesign, Beratung, Coaching, eine bestimmte Branche oder Technologie

  • Im Netz existieren aber weiterhin:

    • alte Profiltexte in Portalen & Verzeichnissen

    • frühere Leistungsbeschreibungen auf Unterseiten

    • alte Social-Media- oder Marktplatz-Profile

LLMs ziehen all diese Informationen zusammen und erzeugen daraus ein Gesamtbild.Wenn dieses Bild widersprüchlich ist, wirst du:

  • entweder falsch einsortiert („macht von A bis Z alles Mögliche“)

  • oder gar nicht klar einem Themenfeld zugeordnet


Besser:

  • Alte Inhalte aktiv aufspüren (Google-Suche, Verzeichnisse, Social-Media-Profile)

  • Texte und Kategorien aktualisieren oder Einträge löschen lassen

  • Auf deiner Website die Veränderung neutral erklären, z. B.:

    „Unser Angebot hat sich im Lauf der Jahre weiterentwickelt. Früher lagen unsere Schwerpunkte stärker im Bereich X, heute sind wir auf Y spezialisiert.“

So versteht auch eine KI: Frühere Leistungen = Historie, aktuelle Spezialisierung = Gegenwart.



Fallstrick 3: Blindes Vertrauen in KI-Analysen


Es gibt immer mehr Tools, die „KI-Analysen“ deiner Website machen.

Problem:

  • Du weisst nicht, auf welcher Datenbasis die KI eigentlich arbeitet

  • KI kann veraltete oder falsche Infos verwenden

  • Menschen neigen dazu, „Wenn KI das sagt, wird es schon stimmen“ zu denken


Besser:

  • KI-Auswertungen als zusätzlichen Blickwinkel nutzen, nicht als „Richter“

  • Ergebnisse mit deinen echten Daten (Analytics, Search Console, Leads) abgleichen

  • Dein eigenes Fachwissen nicht komplett ausblenden



Fallstrick 4: KI-Content ohne rechtliche & fachliche Prüfung


Gerade in sensiblen Bereichen (Steuern, Recht, Gesundheit, Finanzen) kann es schnell heikel werden.

  • KI-Text klingt überzeugend, ist aber fachlich falsch oder juristisch problematisch

  • Oder er verspricht etwas, das du gar nicht leisten darfst


Besser:

  • KI-Text immer als Entwurf sehen

  • Fachlich & rechtlich prüfen (oder prüfen lassen), bevor du veröffentlichst

  • Haftungsrelevante Aussagen niemals ungeprüft übernehmen


5. Wie kann eine realistische SEO-Strategie im LLM-Zeitalter aussehen?


Statt KI zu glorifizieren oder zu verteufeln, lohnt sich ein pragmatischer Ansatz – gerade für KMU.


Baustein 1: Stabiles Fundament

  • Technisch saubere Website (schnell, mobil optimiert, sicher)

  • Klare Navigation (Start, Leistungen, Über uns, Referenzen, Blog, Kontakt)

  • Positionierung klar und konsistent formuliert – auf allen Kanälen


Baustein 2: Kundenfragen ins Zentrum stellen

  • Häufige Fragen sammeln (Telefon, E-Mails, Gespräche)

  • Für die wichtigsten Fragen eigene Inhalte oder Abschnitte erstellen

  • FAQ-Bereiche auf relevanten Seiten einbauen


Baustein 3: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz

  • KI für Ideen, Gliederungen, Varianten von Überschriften & Snippets nutzen

  • Inhalte aber immer auf deine Sprache und deine Erfahrungen zuschneiden

  • Bei jedem Text fragen: „Steht da wirklich, was ich meinen Kund:innen sagen will?“


Baustein 4: Strukturierte Daten & klare Seitenstruktur

  • Seiten logisch aufbauen (eine H1, sinnvolle H2/H3, interne Verlinkungen)

  • Längere, fundierte Beiträge zu deinen Kernthemen erstellen


Baustein 5: Kontinuität statt Panik

  • SEO ist auch mit KI kein einmaliger „Hauruck“-Job

  • Lieber regelmässig kleine Verbesserungen als alle paar Jahre ein Grossprojekt

  • Neue Entwicklungen beobachten – aber nicht jedem Hype hinterherrennen


6. Fazit: SEO + LLMs = mehr Chancen für klare Marken

Die gute Nachricht:

KI nimmt dir nicht automatisch Sichtbarkeit weg – sie verstärkt das Bild, das du ohnehin abgibst.
  • Wenn deine Website klar, hilfreich und strukturiert ist,→ steigen deine Chancen, in klassischen Suchergebnissen und in KI-Antworten aufzutauchen.

  • Wenn deine Website unklar, generisch oder widersprüchlich ist,→ wird KI genau dieses Bild reproduzieren.


Gerade als KMU mit einer klaren Spezialisierung hast du jetzt eine grosse Chance:

Du kannst mit überschaubarem Budget eine Webpräsenz aufbauen, die Menschen und Maschinen überzeugt.


Wie ich dich dabei unterstützen kann


Als spezialisierte Webagentur und Nr. 1 Wix-Partneragentur in der DACH-Region helfe ich dir dabei,

  • deine Website technisch & inhaltlich auf ein solides Fundament zu stellen

  • eine SEO-Strategie zu entwickeln, die KI & LLMs mitdenkt

  • und Inhalte so zu strukturieren, dass sie gefunden, verstanden und genutzt werden.


Wenn du wissen möchtest,

  • wie deine Website im LLM-Zeitalter aktuell dasteht

  • und welche 2–3 Hebel bei dir den grössten Unterschied machen,

dann buch dir einfach ein unverbindliches Strategiegespräch – und wir schauen gemeinsam, wohin deine SEO-Reise gehen kann.





FAQ:

Frage 1: Sind klassische Keywords durch KI und LLMs nicht mehr wichtig?

Antwort: Nein, Keywords sind nicht tot – sie haben nur ihren Kontext geändert. Es geht weniger darum, ein Wort möglichst oft zu wiederholen, sondern darum, Themen und Fragen sinnvoll abzudecken. LLMs orientieren sich daran, ob dein Inhalt eine Frage wirklich beantwortet und für ein Thema insgesamt stimmig ist.


Frage 2: Kann ich meine komplette SEO-Arbeit einfach an KI-Tools auslagern? Antwort: Das wäre keine gute Idee. KI-Tools eignen sich super für Ideen, Struktur und Feinschliff, aber sie kennen dein Business, deine Kund:innen und deine Erfahrungen nicht. Nutze KI als Unterstützung, aber triff die strategischen Entscheidungen selbst – sonst wirkt dein Content schnell generisch.


Frage 3: Woran merke ich, ob meine Website für LLMs „verständlich“ ist?

Antwort: Ein guter Indikator ist, ob sie auch für Menschen verständlich ist: klare Positionierung, strukturierte Inhalte, FAQ-Bereiche und konsistente Aussagen über alle Kanäle. Wenn du das sauber umgesetzt hast und strukturierte Daten wie FAQPage oder Organization verwendest, gibst du LLMs sehr gute Signale.


Frage 4: Lohnt es sich, jetzt schon in SEO mit LLM-Fokus zu investieren?

Antwort: Ja, denn die Grundlagen sind dieselben: klare Inhalte, Struktur, Nutzerfokus. Wer diese Hausaufgaben heute macht, ist besser aufgestellt – egal wie sich KI und Suchmaschinen in den nächsten Jahren konkret weiterentwickeln.

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